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Zvolen
 
 

Geschichte

GESCHICHTE

ObrázokIm Jahre 2003 feierte die Stadt Zvolen den 760. Jahrestag ihrer Entstehung. Das erste glaubwürdige Dokument über die freie Königsstadt Zvolen ist die vom 28. Dezember 1243 stammende königliche Urkunde von Belo IV., in der er Zvolen erneut die Stadtrechte zuerkannte.
Schriftliche Aufzeichnungen über die Existenz der Stadt (Ortschaft) liegen jedoch noch aus der Zeit vor 1243 vor – im Jahre 1222 wird über den Zvolener Gespan Detrik geschrieben und zur Wende des 12. und 13. Jahrhunderts äußert sich der Chronist Anonymus über die Entstehung der Zvolener Burg im 10. Jahrhundert.
 
ObrázokZvolen lebte lange Jahre unter der Obhut seiner Burg, die heute als die „Verlassene Burg“ (Pustý hrad) bekannt ist und seinerzeit Sitz des königlichen Komitats, eines Gebiets, das sich auf dem gesamten Territorium der heutigen Mittelslowakei ausbreitete, war. Diese flächenmäßig ausgedehnte Burg (sie war in die Obere und die Untere Burg aufgeteilt und hatte ein Ausmaß von mehr als 7 Hektar!) hat ihre Bedeutung nach dem Bau des Schlosses unmittelbar in der Stadt etwas eingebüßt. Die Verlassene Burg wurde schließlich im Jahre 1452 (nach den neuesten Untersuchungserkenntnissen) von den Heerscharen Ján Huňadys niedergebrannt und es blieben nur Ruinen von ihr übrig.
 
Das Zvolener Schloss ließ der ungarische König Ludwig I. (der Große) von Anjou in der 2. Hälfte des 14 Jahrhunderts errichten. Das Schloss wurde während seines Bestehens des öfteren umgebaut und hatte mehrere Besitzer. Hierher zog sich König Matthias Korvinus mit seiner Ehefrau Beatrix gern zurück, es war Sitz von Ján Jiskra von Brandýs und gehörte auch zum Besitztum von Ján Thurzo.
Den schonungslosesten Zeitabschnitt in der Geschichte Zvolens stellte das 16. Jahrhundert dar. Ungarn war durch das Ringen um den Thron in Unruhe versetzt und musste den Einfällen von Türken und Tartaren trotzen. In den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts wurde Zvolen von der Pest heimgesucht. Eine weitere Katastrophe ereilte die Stadt im Jahre 1601, als ein gewaltiges Feuer Kirche, Schule, Waisenhaus sowie viele Wohnhäuser vernichtete. Zur Erneuerung der Stadt mussten die Einwohner große Geldsummen aufbringen, weshalb sie den Landesherrn um Erlassung der Abgaben ersuchten. Auch im Jahre 1708 wurde Zvolen von einem vernichtenden Feuer heimgesucht.

 
ObrázokDie Jahre der slowakischen nationalen Wiedergeburt 1848 – 1849 hinterließen in Zvolen ebenfalls ihre Spuren. Mit der Stadt steht der Name Ľudovít Štúr in enger Verbindung, der erster Abgeordneter im ungarischen Parlament war und gerade die Stadt Zvolen vertrat. Im ungarischen Parlament hielt Štúr in den Jahren 1847-48 insgesamt fünf Reden, in denen er bestrebt war, die nationale Freiheit der Slowaken, das Anerkenntnis der slowakischen Sprache, die Aufhebung der Leibeigenschaft, die Gleichberechtigung der Bürger sowie weitere Forderungen der ganzen slowakischen Nation durchzusetzen.
 
ObrázokIm Jahre 1871 wurde in Zvolen eine Eisenbahnstation errichtet und ein Jahr später gelang es, die von Pest über Zvolen nach Vrútky führende Ungarische Nordeisenbahn fertig zu stellen. Dies brachte der Stadt ebenso wie der Bau der Union-Fabriken zur Blechherstellung einen weiteren Aufschwung, und so entstanden in Zvolen eine Sparkasse, eine Bank sowie eine Druckerei.
Zu Beginn des 20 Jahrhunderts nahm der Einfluss der Arbeiterklasse immer mehr zu und nach Beendigung des 1. Weltkrieges (in dem auch 88 Soldaten aus Zvolen ums Leben kamen) kommt es am 28. Oktober 1918 zur Bildung eines neuen Staates – der Tschechoslowakischen Republik. Die junge Republik hatte sich mit einer großen Zahl der verschiedenartigsten Probleme auseinanderzusetzen. Bereits im Jahre 1919 drangen Truppen der kommunistischen Ungarischen Räterepublik in die Slowakei vor, die im Juni auch Zvolen besetzten.
Die Tragödie des zweiten Weltkrieges machte auch vor Zvolen nicht halt. Nach der Befreiung im Jahre 1945 begann man in Zvolen nicht nur mit dem Wiederaufbau des durch den Krieg vernichteten Eigentums, sondern auch mit der Erweiterung der bis dahin kleinen Betriebe sowie mit der Errichtung neuer Unternehmen. Am nordöstlichen Stadtrand wuchs das Holzverarbeitungskombinat Bučina empor, in der Nähe des Flusses Hron wurde eine Molkerei errichtet, die zu den in jener Zeit modernsten in der Slowakei gehörte. Es entstanden Betriebe zur Textilverarbeitung, eine neue Eisenbahnstation, Schulen, Internate, neue Wohnhäuser. Die Straßennetze wurden ausgebaut, neue Gehsteige, Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanschlüsse errichtet, die Arbeiten im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Stadt fortgesetzt.

 
ObrázokGegenwärtig ist Zvolen Sitz mehrerer prosperierender Unternehmen, niveauvoller Grund- und Mittelschulen sowie der Technischen Universität, die als einzige in der Slowakei Spezialisten im Bereich der Holzverarbeitung ausbildet.
Der Bereich Kultur wird nicht nur vom Jozef-Gregor-Tajovský-Theater vertreten, sondern auch von Dutzenden Tanz-, Gesangs-, Musik- und Theatergruppen, die die Stadt in der Slowakei und auch im Ausland repräsentieren.

 

datum: 15.12.2017

Namenstag hat: Ivica

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15.12.2017
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